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19.Dezember 2019 / admin

Nullnummer: In Trier gibt’s Null-Euro-Knöllchen

 

Wer sein Fahrzeug wissentlich falsch parkt, rechnet mit einem Bußgeld, wenn er dabei erwischt wird. Doch wussten Sie, dass die deutschen Ordnungsämter auch Verwarnungen ohne Verwarngeld ausstellen dürfen, wenn die Verfehlung eher klein ist – in der Hoffnung, der Falschparker mache es beim nächsten Mal richtig? In der Stadt Trier sind Null-Euro-Knöllchen gang und gäbe.

In der Online-Ausgabe des Pfälzerischen Merkurs ist zu lesen, dass nur wenige Städte von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch machen würden, für eine kleine Verfehlung eine Verwarnung ohne Verwarngeld auszusprechen. Die Stadt Trier in Rheinland-Pfalz sorge mit ihren Null-Euro-Knöllchen demnach gerade für große Begeisterung bei Autofahrern.

„Glück gehabt!“ stehe auf den Strafzetteln, die die Stadt Trier als „bürgerfreundlichen Hinweis“
verstehe und beispielsweise dann ausgebe, wenn sich eine Verkehrsregelung oder -Situation kurz vorher geändert habe oder es sich im Einzelfall um eine sehr geringe Ordnungswidrigkeit handele. Das berichtet der SWR online.

Und weiter heißt es auf den Null-Euro-Strafzetteln von Trier: „Sie haben Ihr Fahrzeug nicht entsprechend den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) abgestellt. Wir hoffen, dass Sie künftig die Regelungen der StVO einhalten und damit ein Verwarnungsgeld vermeiden. Mit freundlichen Grüßen“. Darunter ist zum einen das Kennzeichen des Falschparkers ausgewiesen. Zum anderen steht als Verwarnungsgeld die Angabe 0,00 Euro auf dem Knöllchen.

Nach Angaben der Stadt handele es sich dabei um eine „Verwarnung ohne Verwarngeld“ schreibt SWR aktuell. Die Möglichkeit, solche Verwarnungen auszustellen, gebe es demnach schon sehr lange. Sie werde auch schon lange von der Stadt genutzt. Das sagt der Trierer Ordnungsdezernent Thomas Schmitt (CDU). Er fügt dem SWR zufolge hinzu, dass es sich bei den Null-Euro-Knöllchen um die absolute Ausnahme handele. Maximal zehn Stück pro Monat würden davon verteilt. Wer Bürgersteige, Einfahrten oder Rettungswege zuparke, der dürfe Schmitt zufolge nicht auf diese Null-Euro-Knöllchen hoffen.